Der Film
Partys natürlich, ausschweifend und besinnungslos wie immer. Wilde durchzechte Nächte im Chaos. Friede Freude Götterfunken. Nun, es wäre ja schön wenn neben all dem Chaos noch irgendwas sinnvolles für die Nachwelt erhalten bliebe. So zum Beispiel vielleicht irgendwie sowas wie ein Film? Ja genau: Eine lange ausführliche und komplizierte Dokumentation mit vielen vielen Interviews in Überlänge, stinklangweilig aber durchaus intellektuell wertvoll. Das wäre dann ganz genau das, was dem Free Cinema nicht entspricht. Der Jubiläumsfilm benötigt exakt das gleiche Chaos wie die Jubiläumscrew und die Free Cinema Macher in all den 50 Jahren! Der Film muss präzise den Wahnsinn widerspiegeln, der dieses einzigartige autonome Kino erst möglich gemacht hat. "Phantom of the Cinema" wird ein wüster, hochgradig unseriöser und in vielen Teilen bemerkenswerter aber auch merkwürdiger dokumentarischer Spielfilm. Ein Konvolut aus zusammengesuchten Interviewfetzen mit den Menschen, die das Free Cinema über all die Jahre möglich gemacht haben, und mit Jenen, die mit einem gewissen Masochismus dazu beigetragen haben als Zuschauer dieses "etwas andere" Kino am Leben zu erhalten. Die Fäden, und es sind garantiert keine roten, die das ganze zusammenhalten, bestehen aus einer verwirrend unlogischen Geschichte, nach deren Sinn zu fragen letztlich absolut sinnlos ist. Geheimnisvolle Artefakte, Untote, Mystery Elemente und das Phantom, das dem Werk auch seinen Namen gibt. Diese Elemente verknüpfen die realen Aussagen und Anekdoten der Kinogemeinde.
Die Story
Lörrach. Irgendwann. Nacht. Hebelpark. Eine junge Frau wacht auf einer der Designerholzliegen auf. Sie weiss nicht wer sie ist, sie weiss nicht wo sie ist, und vor allem weiss sie nicht warum das so ist (eine klassische Free Cinema Situation). Im wabernden Nebel vor ihr erkennt Sie die Silhouette des Phantoms. Die merkwürdige, unheimliche Erscheinung schickt sie auf eine Reise durch das nächtliche Lörrach. Es ist eine Schnitzeljagd auf der Suche nach dem Geist, der dieses autonome Kino erst möglich gemacht hat.Die Schnitzel sind Artefakte, die auf verschiedenste Art und Weise (SFX,SFX, und nochmal SFX) kurze Schnipsel aus den Interviews mit Machern, Zuschauern und Persönlichkeiten von öffentlichem Interesse (wer auch immer das sein mag) abspielen. Wem das noch nicht chaotisch genug ist, der darf sich auf Filmzitate, Zombies, diverse Action-Elemente und vielleicht sogar Tanzszenen freuen.